{"id":70,"date":"2017-12-07T14:26:46","date_gmt":"2017-12-07T14:26:46","guid":{"rendered":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/?page_id=70"},"modified":"2018-01-03T13:32:55","modified_gmt":"2018-01-03T13:32:55","slug":"ende-november-erstes-geld-anteilig","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/?page_id=70","title":{"rendered":"Ende November erstes Geld Anteilig"},"content":{"rendered":"<p>Es ist November 2012 und der Leistungstr\u00e4ger hat nun endlich sein Versprechen eingehalten und die finanziellen Forderungen gegen\u00fcber Alex beglichen. Wie ich gerade im Kapitel zuvor erw\u00e4hnt habe, konnte ich endlich das Geld an ihn \u00fcberweisen. Es war ein gutes Gef\u00fchl endlich nicht mehr in seiner Schuld stehen zu m\u00fcssen, gerade weil von nun an auch die Belastung zwischen der in seiner Schuld stehen und trotzdem die Assistenzleistungen erbringen. Ein solcher Gedanke ist mit nichts vergleichbar und l\u00e4sst ein Zusammenarbeiten schwer ertragen.<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte mir gew\u00fcnscht bzw. w\u00fcnsche mir, dass das erhalten von Leistungen des Budgets nicht so sehr einer Mamut Aufgabe gilt.<\/p>\n<p>Grundlegend fordert man nicht, was einem nicht zusteht. Ich selbst bin der Meinung, dass Menschen mit einer Behinderung <strong>nicht<\/strong> darum <strong>betteln<\/strong> m\u00fcssen Leistungen zu erhalten, um ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten. Wir sind nicht gl\u00fccklich dar\u00fcber, uns da hinzustellen und diese Unterst\u00fctzung einzufordern, denn gewiss w\u00e4re unser innerer Wunsch ohne fremde Hilfe unser Leben zu organisieren oder auch zu meistern.<\/p>\n<p>Aber um auf das wesentlich in diesem Teilkapitel zur\u00fcckzukommen ist es tats\u00e4chlich geschafft, dass meine Schulden beglichen worden. Alex konnte von jetzt an wieder mit neuen Aufgaben arrangieren und seiner eigentlich Berufung widmen. Die Assistenten, die zwar trotz der fehlenden Gelder vom Amt bezahlt wurden, f\u00fchlen sich jetzt wohler in ihrer Haut. Sie haben jetzt nicht mehr das Gef\u00fchl st\u00e4ndig mit dem Druck zu leben, dass sie wieder entlassen werden und k\u00f6nnen aufatmen mit dem Gedanken, dass sie nun weiterhin einen festen Job vorweisen k\u00f6nnen. Sie machen durch diesen Aspekt auch einen erleichterten Job. Auch Alex hat die Gewissheit seine Angestellten weiterhin zu besch\u00e4ftigen, umso wichtiger ist es, dass \u00c4mter in ihrer Aufgabe als F\u00f6rderer schneller und unb\u00fcrokratischer nachkommen. Ich selbst wei\u00df, dass ein Budget nicht nur f\u00fcr einen einzelnen Assistenznehmer gilt \u2013 wie f\u00fcr mich. Sondern f\u00fcr enorm viele solcher Probanden, somit ist das, was die Leistungstr\u00e4ger aufbringen m\u00fcssen ein gro\u00dfer Batzen. Hierzu w\u00fcrde ich auch die F\u00f6rderer dahingehend unterst\u00fctzen, dass sie mehr an staatliche Subventionen erhalten. Nur so kann das Arbeitgebermodell unkompliziert vonstattengehen.<\/p>\n<p>Deutschland \u2013 und das sage ich hier in aller Offenheit \u2013 muss nicht immer nur postulieren, dass Inklusion ein Bestandteil der Gesellschaft sein muss und nicht nur im theoretischen Aspekt offeriert wird, sondern auch offen akzeptiert wird. Letzt endlich h\u00e4tte es nicht dazu kommen d\u00fcrfen, dass lebensnotwendige und gesetzlich behaftete Leistungen durch willk\u00fcrliche Herangehensweisen boykottiert, oder treffender mokiert, taktisch und unn\u00f6tig in die L\u00e4nge gef\u00fchrt werden.<br \/>\n<strong><em>Da hilft nur:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-262 size-full\" src=\"http:\/\/buch.modernklusion.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/inklusion.png\" alt=\"\" width=\"736\" height=\"245\" srcset=\"http:\/\/buch.modernklusion.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/inklusion.png 736w, http:\/\/buch.modernklusion.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/inklusion-300x100.png 300w\" sizes=\"(max-width: 736px) 100vw, 736px\" \/><\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach sollte ein Leistungstr\u00e4ger nur in Bereichen wie:<\/p>\n<ul>\n<li>Feststellen des Umfangs des Assistenzbedarfs (Stunden pro Tag)<\/li>\n<li>Dauer der Leistungsphasen, bevor wieder gepr\u00fcft wird<\/li>\n<li>Bestimmung der beteiligten tr\u00e4ger\u00fcbergreifenden Leistungstr\u00e4ger<\/li>\n<li>Verhandlung \u00fcber den Lohn f\u00fcr die Assistenten<\/li>\n<li>Verhandlungen \u00fcber zus\u00e4tzliche Budgetpositionen (Mietanteil f\u00fcr die Assistenten usw.)<\/li>\n<li>\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um nochmal auf die Bewilligung des Geldes zu sprechen zu kommen. Mit der \u00dcbernahme wurde doch der erste Stein einer hoffentlich fruchtbaren Symbiose bzgl. des <strong>Dienstleistermodells<\/strong> \u2013 der Betroffene beauftragt einen sozialen Dienst f\u00fcr die \u00dcbernahme seines Assistenzbedarfs \u2013 ist geschaffen. Doch w\u00fcnscht der LWL, dass ich diese Art von System nicht nutzen darf. Trotz des <strong>Wunsch- und Wahlrechts<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/strong> macht der Ansprechpartner einen so hohen Druck, dass er immer wieder durch diese Situation darauf dr\u00e4ngt das pers\u00f6nliche Budget als <strong>Arbeitgebermodell<a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> <\/strong>zu verwirklichen.<\/p>\n<p>Schlussendlich, um noch mal auf das Ergebnis dieses Teilkapitels ein Res\u00fcmee zu formulieren. Es gab von nun an Gelder zur Finanzierung der Assistenten. Was und wie es weiter ging wird in den folgenden Kapiteln berichtet.<\/p>\n<p><strong><div class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/buch.modernklusion.de\/?page_id=68\" title=\"2 feste Freunde als Assistenten und 2 gerade fertig gewordene\">Letztes Kapitel: 2 feste Freunde als Assistenten und 2 gerade fertig gewordene<\/a><\/div> <\/strong><strong><div class=\"alignright\"><a href=\"http:\/\/buch.modernklusion.de\/?page_id=72\" title=\"Wohnungssuche\">N\u00e4chstes Kapitel: Wohnungssuche<\/a><\/div><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Siehe SGB VIII \u00a75:<br \/>\n(1) Die Leistungsberechtigten haben das Recht, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Tr\u00e4ger zu w\u00e4hlen und W\u00fcnsche hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe zu \u00e4u\u00dfern. Sie sind auf dieses Recht hinzuweisen.<br \/>\n(2) Der Wahl und den W\u00fcnschen soll entsprochen werden, sofern dies nicht mit unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Mehrkosten verbunden ist. W\u00fcnscht der Leistungsberechtigte die Erbringung einer in \u00a7 78a genannten Leistung in einer Einrichtung, mit deren Tr\u00e4ger keine Vereinbarungen nach \u00a7 78b bestehen, so soll der Wahl nur entsprochen werden, wenn die Erbringung der Leistung in dieser Einrichtung im Einzelfall oder nach Ma\u00dfgabe des Hilfeplanes (\u00a7 36) geboten ist.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Vgl. <a href=\"http:\/\/www.arbeitgebermodell.de\/\">http:\/\/www.arbeitgebermodell.de\/<\/a> &#8211; Stand: 28.06.14 \/ 21:51 Uhr \u2013 Behinderte stellen ihre Helfer*Innen selbst ein, sorgen f\u00fcr die n\u00f6tige Einarbeitung und leisten auch den gr\u00f6\u00dften Teil der Verwaltungsarbeiten selbst.<br \/>\nZiel ist das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen, durch die Selbstverwaltung ver\u00e4ndert sich die Situation des Abh\u00e4ngigseins.<br \/>\nNeben &#8222;normalen&#8220; Arbeitnehmer*Innen k\u00f6nnen auch Personen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt wenig Chancen haben, einen vollwertigen Arbeitsplatz bekommen. Die Finanzierung der Arbeitsstellen wird gew\u00f6hnlich durch Krankenkassen, Pflegekassen und Sozial\u00e4mter sichergestellt. Da weder Unternehmensgewinne, noch die im Pflegebereich enorm hohen Verwaltungskosten bezahlt werden m\u00fcssen, k\u00f6nnen die somit eingesparten Gelder wiederum mehr Arbeitspl\u00e4tze schaffen und die Pflegequalit\u00e4t verbessern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist November 2012 und der Leistungstr\u00e4ger hat nun endlich sein Versprechen eingehalten und die finanziellen Forderungen gegen\u00fcber Alex beglichen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/70"}],"collection":[{"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/70\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":267,"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/70\/revisions\/267"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/buch.modernklusion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}